Moosarten in Sachsen bedroht

Moosarten Sachsen bedroht

Knapp die Hälfte aller Moosarten in Sachsen bedroht

„Moose in Sachsen“ – Bestands- und Gefährdungssituation

Moose gehören nicht zu den auffälligsten Pflanzen, deswegen wird ihnen auch nicht viel Beachtung geschenkt. Dennoch gibt es allein in Sachsen rund 700 verschiedene Moosarten. Sie reagieren sehr empfindlich auf Umwelteinflüsse und sind deswegen wichtige Bioindikatoren. Veränderungen in Ökosystemen zeigen sich frühzeitig im Moos.

Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und Forscher der TU Dresden haben nun festgestellt, dass fast die Hälfte aller Moosarten in Sachsen vom Aussterben bedroht, oder bereits ausgestorben sind.

Die Forscher haben Untersuchungen zu 100 verschiedenen Moosarten ausgewertet. Für jede Moosart wurde ein Steckbrief erstellt. In den Steckbriefen sind Daten zur Ökologie, Verbreitung und Bestandssituation in Sachsen enthalten. Außerdem kann man Infos zur Gefährdung und zu Erhaltungs- und Schutzmaßnahmen finden.

In den Mooren, Quellbereichen, oder auf Kalkfelsen ist der Anteil der vom Aussterben bedrohten Arten besonders hoch. Als wesentliche Gefährdungsursachen gelten die Veränderungen der Lebensräume, wie zum Beispiel Entwässerung.

Nun wurde eine Broschüre herausgegeben. Sie soll Naturschutzbehörden, Planungsbüros und Umweltverbänden die Möglichkeit geben, Moose bei Umweltplanungen sowie Maßnahmen zum Biotop- und Artenschutz noch stärker zu berücksichtigen.

Die Broschüre „Moose – Bestandssituation und Schutz ausgewählter Arten in Sachsen“ kann ab sofort kostenfrei bestellt oder im Internet heruntergeladen werden.

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