Leipzig wächst um mehr als 11.000 Einwohner

579.530 Personen hatten am Jahresende 2016 ihren Hauptwohnsitz in Leipzig, 11.684 mehr als ein Jahr zuvor. Das geht aus dem Einwohnerregister der Stadt Leipzig hervor, aus dem das Amt für Statistik und Wahlen eine Woche nach Ablauf des Jahres 2016 erste Eckdaten zur Bevölkerungsentwicklung in der Stadt Leipzig in den vergangenen zwölf Monaten ermittelt hat. Seit Leipzig im Jahr 2000 die heutige Ausdehnung erreicht hat, nahm die Bevölkerung um rund 100.000 Personen zu, die Einwohnerdichte kletterte von 1.615 auf 1.949 Einwohner je Quadratkilometer.

Die Stadt Leipzig verzeichnet auch für das soeben abgelaufene Jahr einen Anstieg der Geburten. 6.873 Neugeborene (2015: 6.622) entsprachen erneut einer neuen Höchstmarke nach 1990. Die Geburtenrate (Lebendgeburten je 1.000 Einwohner) stieg damit auf 12,0 (Vorjahr: 11,9).

Im Jahr 2016 wurden 6.005 Sterbefälle registriert (2015: 6.199). Somit konnte bereits das dritte Jahr in Folge ein Geburtenüberschuss (+ 868 Personen; 2015: + 423; 2014: + 352) verzeichnet werden, nachdem dies vorher fast 50 Jahre nicht der Fall war.

Auch 2016 war der Wanderungsgewinn Leipzigs der entscheidende Faktor der Bevölkerungsentwicklung. 40.052 Zuzügen in die Stadt standen lediglich 26.859 Wegzüge gegenüber. Im Saldo nahm Leipzigs Bevölkerung also durch Zuzugsplus um 13.193 Personen zu, was nach 2015 (+ 16.669) erneut in besonderem Maße durch Flüchtlingszuzug beeinflusst wurde. Allerdings wurden auch rund 2.700 Personen im Register „von Amts wegen“ gestrichen, was das Wanderungsplus faktisch um diese Größe minderte.


Innerhalb der letzten fünf Jahre betrug in Leipzig der Wanderungsgewinn 65.813 Einwohner, im Jahresschnitt entspricht das einem Plus von über 13.000. 43,9 Prozent der Zugezogenen waren im abgelaufenen Jahr Ausländer (2015: 42,4 Prozent; 2014: 31,6 Prozent). Der Wanderungsgewinn wurde fast zu zwei Dritteln von Ausländern (+ 8.428) getragen. Die größte Gruppe unter den insgesamt 17.595 zugezogenen Ausländern bilden mit 4.801 Personen die Staatsangehörigen der anderen EU-Staaten, gefolgt von 4.134 Syrern, 1.049 Afghanen und 1.029 Irakern.

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